Projekte - erneuerbare Energien

Eine Auswahl an aktuellen Projekten

  • Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), Ortsteil Baek (Brandenburg)


    Bebauungsplan Baek Nr. 1 „Solaranlage Baek“ / 11. FNP-Änderung
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    Auf einer ehemaligen LPG-Fläche östlich der Ortslage von Baek, einem Ortsteil im Nordwesten der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) befindet sich das ca. 1,9 ha große Bebauungsplangebiet des B-Plans Baek Nr. 1 „Solaranlage Baek“, auf dem ein privater Investor aktuell (Herbst 2013) eine relativ kleinflächige Solaranlage errichtet.

    Der Ortsteil Baek, mit einer Einwohnerzahl von ca. 280 ist einer von 18 Ortsteilen in der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), die sich im nordwestlichen Teil von Brandenburg befindet und etwa 4.120 Einwohner zählt. Größere Orte in der Umgebung sind die Städte Perleberg, mit einer Entfernung von ca. 12 km und Pritzwalk, das sich etwa 25 km vom Plangebiet befindet.

    Ziel der Planung war es Baurecht für eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 1,1 MW zu schaffen. Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen wurde der B-Plan Baek Nr. 1 aufgestellt sowie parallel die 11. Änderung des Flächennutzungsplanes. Im Rahmen der verbindlichen Bauleitplanung wurde der überwiegende Teil des Plangebietes als sonstiges Sondergebiet festgesetzt.

    Durch unseren Umweltplaner erfolgte eine Kartierung des Plangebietes im Hinblick auf Biotoptypen. Eine Kartierung zu den planungsrelevanten Tierarten sowie eine Potentialabschätzung im Hinblick auf Fledermausvorkommen erfolgte von Mai bis September 2012 durch externe Gutachter. Entsprechende Ausgleichsmaßnahmen für das Vorkommen von Brutvögeln und Fledermäusen wurden in Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden festgesetzt. Durch die Einhaltung einer Bauzeitenregelung und der Errichtung von Nistkästen wird das Eintreten von Verbotstatbeständen nach § 44 BNatSchG im Rahmen der Baurealisierung verhindert. Als weitere Ausgleichsmaßnahmen wurden 1.620 qm Heckenpflanzung, 750 qm Grünlandbrache und 0,5 ha Extensivgrünland festgesetzt.

    Der B-Plan Baek Nr. 1 „Solaranlage Baek“ ist seit dem 21.03.2013 rechtskräftig.


  • Gemeinde Bengerstorf, Ortsteil Groß Bengerstorf (Mecklenburg-Vorpommern)


    Bebauungsplan Nr. 1 „Solaranlage Groß Bengerstorf“ / 1. FNP-Änderung
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    Der 1,4 ha große Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 1 "Solaranlage Groß Bengerstorf" befindet sich am nördlichen Rand des Ortsteiles Groß Bengerstorf der Gemeinde Bengerstorf im Amt Boizenburg-Land. Er umfasst ebenfalls den Geltungsbereich der 1. Änderung des räumlichen Teilflächennutzungsplanes der ehemaligen Gemeinde Klein Bengerstorf.

    Im Jahr 2011 stand das überplante Flurstück zur Versteigerung. Der neue Grundeigentümer der Fläche plante dieser relativ stark versiegelten ehemaligen landwirtschaftlichen Lager- und Silofläche eine neue Nutzung durch den Bau einer Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung zuzuführen.

    Da der Bau einer Solaranlage im planungsrechtlichen Außenbereich nicht zulässig ist, bedurfte es nunmehr der Aufstellung einer Bauleitplanung. Somit wurde im Rahmen des Bebauungsplanes ein sonstiges Sondergebiet nach § 11 BauNVO, mit der Zweckbestimmung "Solaranlage/Photovoltaik" festgesetzt. Damit diese verbindliche Bauleitplanung später in Übereinstimmung mit dem Flächennutzungsplan steht, wurde parallel der räumliche Teilflächennutzungsplan der ehemaligen Gemeinde Klein Bengerstorf in der Gemeinde Bengerstorf geändert, hier mit dem Ziel eine Sonderbaufläche "Solar" darzustellen.

    Mit der Aufstellung dieser Bauleitplanung unterstützt die Gemeinde das auf Bundes- und Landesebene deutlich formulierte Ziel der Förderung regenerativer Energieerzeugung. Mit der geringen Flächengröße der Solaranlage wird der Eingriff in Natur und Landschaft minimiert und somit fügt sich diese verträglich in das vorhandene Orts- und Landschaftsbild ein.

    Die 1. Änderung des räumlichen Teilflächennutzungsplanes der Gemeinde Bengerstorf wurde am 14.02.2013 und der Bebauungsplan Bengerstorf Nr. 1 "Solaranlage Groß Bengerstorf" am 21.02.2013 rechtswirksam.


  • Stadt Boizenburg/Elbe


    Stadt Boizenburg/Elbe, 1. Änderung B-Plan Nr. 18.1 „Gewerbegebiet Bahnhof/B-plan 18 Nord/B5 Süd“ und 1. Änderung B-Plan Nr. 23.2 „Industiergebiet Gammwiese-Südwest“
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    Im Zusammenhang mit landesweit verstärkten Bemühungen der Energiewende und einer daraus resultierenden Förderung regenerativer Energieerzeugungsformen stimmte die Stadt Boizenburg/Elbe Anfang 2012 der Anfrage eines Investors zur Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage im Boizenburger Gewerbe- und Industriegebiet mit einer Peak-Leistung von insgesamt 6,54 MW zu. Die räumlich und inhaltlich miteinander verknüpften – bereits rechtskräftigen – Bebauungspläne Nr. 18.1 und Nr. 23.2 der Stadt Boizenburg/Elbe durchliefen somit ein erstes Änderungsverfahren, um auf diesen gewerblich-industriell vorgeprägten Flächen der Stadt einen insgesamt 15,4 ha großen Solarpark realisieren zu können.

    Es wurde entschieden in diesem Bebauungsplan den § 9 Abs. 2 BauGB anzuwenden und hier die zulässige Nutzung der Energieerzeugung durch Photovoltaik nur für einen Zeitraum von 25 Jahren zuzulassen. Im Rahmen dessen wurde das hier bereits durch die rechtskräftigen Bebauungspläne festgesetzte Gewerbegebiet nach § 8 BauNVO eingeschränkt auf Anlagen zur gewerblichen Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie. Für die nicht durch Photovoltaikanlagen betroffenen übrigen Baugebiete bleibt die Festsetzung gemäß § 9 BauNVO unverändert bestehen. Ab dem Jahr 2038 werden die eingeschränkten Gewerbegebiete bauleitplanerisch wieder durch Gewerbe- bzw. Industriegebiete ersetzt.

    Eine vereinfachte Verfahrensführung sowie eine enge und optimal koordinierte Abstimmung mit Stadt und Vorhabenträgern machten es möglich das Planverfahren in nur 6 Monaten durchzuführen. Am 19.01.2012 wurden die Aufstellungsbeschlüsse der Änderungsverfahren gefasst und die Rechtskraft liegt seit 12.07.2012 vor. Seit Mitte Juni speisen die nebeneinander liegenden Solarparks mit 2,9 MWpeak und 3,64 Mwpeak in das Stromnetz ein.


  • Gemeinde Marienfließ, Ortsteil Frehne


    Gemeinde Marienfließ (Amt Meyenburg), Ortsteil Frehne (Brandenburg)
    Bebauungsplan Frehne Nr. 3 „Windpark Frehne Nord-Ost“
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    Durch die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 3 „Windpark Frehne Nord-Ost“ soll ein bestehender Windpark verdichtet und eine geordnete Entwicklung der Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung im Plangebiet sichergestellt werden.

    In den Zielen und Grundsätzen des Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg zur raumordnerischen Steuerung der Verkehrs- und Infrastrukturentwicklung sowie Energiegewinnung ist in dem Grundsatz 6.9 festgesetzt, dass die Windenergie eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung für den Planungsraum hat und hinsichtlich der Klimaschutzziele besonders gefördert und entwickelt werden soll. Diesem Grundsatz möchte die Gemeinde Marienfließ durch die Aufstellung des B-Plans Frehne Nr. 3 gerecht werden.

    Die Gemeinde Marienfließ, die aus den ehemaligen Gemeinden Frehne, Jännersdorf, Krempendorf und Stepenitz im Jahr 2001 hervorging, gehört administrativ zum Amt Meyenburg, welches im ländlichen Raum, im Nordwesten der Prignitz, an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern liegt. Zur Gemeinde Marienfließ gehört u. a. der Ortsteil Frehne, in welchem der B-Plan Nr. 3 aufgestellt worden ist.

    Innerhalb des Bebauungsplangebietes wurden Einzelstandorte von Windenergieanlagen in dafür festgesetzten kleinräumigen sonstigen Sondergebieten mit der Zweckbestimmung „Windenergienutzung“ gemäß § 11 BauNVO festgesetzt, in denen jeweils die Errichtung einer Windenergieanlage und die Errichtung der dazu gehörigen sonstigen baulichen Anlagen (Nebenanlagen) zulässig ist. Die max. zulässige WEA-Höhe beträgt 150 m.

    Gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB wurden die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der Landschaftspflege berücksichtigt. Um Emissionsbelastungen der WEA auszuschließen, wurden Schall- und Schattengutachten erstellt, deren Ergebnisse in der Planung berücksichtigt wurden. Zusätzlich erfolgten artenschutzrechtliche Untersuchungen durch fachkundige Gutachter.

    Auf der Gemeindevertretersitzung am 06.12.2012 wurde der Satzungsbeschluss zu dem Bebauungsplan gefasst und der B-Plan anschließend zur Genehmigung bei der höheren Verwaltungsbehörde eingereicht, da die Gemeinde Marienfließ keinen Flächennutzungsplan hat, aus dem sich der B-Plan entwickeln könnte.


  • Gemeinde Marienfließ, Ortsteil Krempendorf


    Gemeinde Marienfließ (Amt Meyenburg), Ortsteil Krempendorf (Brandenburg) - Vorhabenbezogener Bebauungsplan Krempendorf Nr. 2 „Solarpark Krempendorf“
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    Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen zum Bau eines Solarparks auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz in der Gemeinde Marienfließ (Amt Meyenburg), im Ortsteil Krempendorf, wurde die Satzung zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 2 „Solarpark Krempendorf“ aufgestellt und im Rahmen dessen ein sonstiges Sondergebiet gemäß § 11 BauNVO mit der Zweckbestimmung „Solar/Photovoltaik“ festgesetzt. Weite Teile des Plangebietes wurden im Rahmen dessen als Flächen für Wald und als Flächen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft (SPE-Flächen) festgesetzt.

    Ziel der Planung war die Schaffung von verbindlichem Baurecht zur Realisierung von Photovoltaikanlagen auf maximal 72 ha des 173 ha großen Geltungsbereiches. Das Gebiet auf dem die Photovoltaikanlagen errichtet werden sollen, ist ein ehemaliger Kiefernforst, der im Juni 2010 nach einem Orkan zum Teil entwaldet wurde. Zum Teil werden diese Flächen wieder aufgeforstet. Die Flächen, die durch Photovoltaikmodule bebaut werden, werden andernorts innerhalb der Gemeinde Marienfließ durch Waldneupflanzungen ersetzt. Es sind insgesamt 81 ha Erstaufforstungsflächen vorgesehen.

    Gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB wurden die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der Landschaftspflege bei dieser Planung berücksichtigt. Daher wurde durch Plankontor Stadt und Land für den vorhabenbezogenen B-Plan Nr. 2 eine Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB durchgeführt und ein Umweltbericht erstellt.

    Während der Brutzeit des Jahres 2011 wurden die Biotop- und Nutzungstypen für den Geltungsbereich kartiert. Im Rahmen einer speziellen artenschutzrechtlichen Prüfung wurde zudem die Betroffenheit vorkommender Offenland- und Gehölzbrüter untersucht. Zur Vermeidung artenschutzrechtlicher Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 BNatSchG sind Bauzeitenregelungen einzuhalten sowie Vermeidungs- und eingriffsvorgezogene Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt worden.

    Durch weitere zahlreiche Vermeidungs-, vorgezogene Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen können erhebliche Beeinträchtigungen der Schutzgüter sowohl innerhalb des Plangebietes, als auch auf den externen Kompensations- und Aufforstungsflächen vermieden, minimiert und/oder kompensiert werden. Die Kompensation des Eingriffs in den Boden durch mögliche Versiegelung wird durch B-Planinterne Heckenpflanzungen, Waldmantelpflanzungen, extensive Wiesennutzung und teilweise die Entbuschung des NSG Marienfließ erreicht.

    Die Gemeinde verpflichtete den Vorhabenträger über einen Durchführungsvertrag, die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen und der Neuaufforstungen gegenüber der Gemeinde nachzuweisen.

    Der vorhabenbezogene B-Plan Krempendorf Nr. 2 „Solarpark Krempendorf“ ist seit dem 09.01.2013 rechtskräftig.


  • Gemeinde Groß Pankow, Ortsteile Kuhbier/Kuhsdorf


    Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), Ortsteile Kuhbier/Kuhsdorf (Brandenburg) - 1. Änderung B-Plan Kuhsdorf Nr. 1 „Windpark Kuhsdorf“ / 1. Änderung B-Plan Kuhbier Nr. 1 „Windpark Kuhbier“ / 6. FNP-Änderung
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    In der Brandenburger Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) wurden in den Jahren 2011 und 2012 die Änderungsverfahren zu den rechtskräftigen Bebauungsplänen Kuhbier Nr. 1 und Kuhsdorf Nr. 1 durchgeführt. Planungsziel war die Verdichtung des bestehenden Windparks Kuhbier/Kuhsdorf mit jeweils 5 zusätzlichen Windenergieanlagen je Plangebiet. Nur die für die Windenergieanlagen mit Nebenanlagen benötigten Flächen wurden als sonstige Sondergebiete gemäß § 11 BauNVO mit der Zweckbestimmung „Windenergie“ festgesetzt, der überwiegende Teil des jeweiligen Plangebietes wurde dem tatsächlichen Bestand entsprechend als Fläche für Landwirtschaft festgesetzt. Die im Parallelverfahren aufgestellten Bebauungsplanänderungen wurden durch die 6. Änderung des räumlichen Teilflächennutzungsplans der Gemeinde ergänzt, welche im Bereich des Windparks Kuhsdorf eine Erweiterung der vorhandenen Sonderbaufläche auf FNP-Ebene zum Ziel hatte.

    Planungsziel der Bauleitplanungen ist die Ausnutzung des Windpotentials zur effizienten Nutzung regenerativer Energien mittels Windenergieanlagen im Gemeindegebiet, um damit einen Beitrag zur Förderung von erneuerbarer Energiegewinnung im Gemeindegebiet zu leisten.

    Durch unser Büro wurden neben dem städtebaulichen Leistungsbild der Bauleitplanung für die B-Planänderungsverfahren und die FNP-Änderung auch die jeweilige Umweltprüfung mit Biotopbestandskartierung, sowie der Umweltbericht durchgeführt und erstellt. Der ebenfalls durch unser Büro digitalisierte Biotopbestandsplan bildete eine wesentliche Grundlage der Umweltprüfung für unsere hauseigenen Umweltplaner, aber auch für die zuständigen Naturschutzbehörden im Rahmen des Scoping-Verfahrens nach § 2 Abs. 4 BauGB. Schall- und Schatten- sowie artenschutzrechtliche Gutachten (Brutvögel, Fledermäuse) wurden in der nach BauGB vorgeschriebenen Umweltprüfung berücksichtigt und entsprechende Festsetzungen im Teil B getroffen.

    Die Umsetzung der Ausgleichsmaßnahmen sowie die Einhaltung einer Bauzeitenregelung wurden über einen städtebaulichen Vertrag zwischen Gemeinde und Vorhabenträger gesichert.

    Durch die vollständige Parallelität aller drei Planverfahren konnte eine zügige Bearbeitung gewährleistet werden. Die B-Pläne sind nach erfolgter Genehmigung der FNP-Änderung seit Juni 2012 rechtskräftig.


  • Stadt Perleberg


    Stadt Perleberg (Brandenburg)
    Bebauungsplan Nr. 32 „Solaranlage Flugplatz Perleberg“
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    Seit dem Jahr 2006 beschäftigte sich die Stadt Perleberg mit möglichen Entwicklungen auf dem Gelände des ehemals militärisch genutzten Flugplatzes Perleberg, der seit 1997 als Segelflugplatz genutzt wird. Die Grundeigentümer wollten schließlich 2009 den bisher ungenutzten nördlichen Teil des Flugplatzes, mit einer Größe von 89,6 ha, als Solarpark entwickeln. Hierzu musste nicht nur ein Bebauungsplan hergestellt, sondern auch der bestehende Flächennutzungsplan geändert werden.

    Diese Bauleitplanungen entsprechen den Zielen der Landes- und Regionalplanung, nach denen großflächige Photovoltaikanlagen vorrangig auf geeigneten Konversionsflächen (wie bspw. ehemals militärisch genutzte Flugplätze) errichtet werden sollen.

    Die Stadt Perleberg ist mit 12.332 Einwohnern Kreisstadt im Landkreis Prignitz und liegt im Norden Brandenburgs. Der wesentliche Inhalt des B-Plans Nr. 32 ist die Festsetzung von mehreren Baufeldern mit sonstigen Sondergebieten gemäß § 11 BauNVO, mit der Zweckbestimmung der Zulässigkeit des Baus von Photovoltaikanlagen zur örtlichen Stromerzeugung bzw. zur Nutzung erneuerbarer Energien, hier ausschließlich der Sonnenenergie. Die im Bebauungsplan festgesetzten Sondergebiete haben zusammen eine Flächengröße von 62,2 ha. Zum Schutz der im Plangebiet vorkommenden Bodenbrüter wurden zusätzlich großzügige SPE-Flächen bzw. Grünfenster festgesetzt. Im südlichen Bereich des Flugplatzes wird der Segelflugbetrieb erhalten und mit der Bauleitplanung sichergestellt, dass dieser nicht durch den Bau der Solaranlagen eingeschränkt wird.

    Durch unsere Umweltplaner wurde für den B-Plan 32 eine Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB durchgeführt und ein Umweltbericht erstellt. Nach Prüfung der artenschutzrechtlichen Belange können artenschutzrechtliche Verbotstatbestände durch Vermeidungs- Minimierungs- und vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen vermieden bzw. im Sinne der Eingriffsregelung reduziert werden können. Als externe Ausgleichsmaßnahmen sind darüber hinaus die Anlage von 52 Lerchenfenstern in intensiv genutzten Ackerschlägen sowie die Schaffung von kleinteiligen Trockenbiotopbereichen zum Schutz der Sand-Grasnelke und zur Aufwertung eines Lebensraumes für Zaun- und Waldeidechse festgesetzt worden. Im Rahmen der Bauleitplanung wurde ein Blendgutachten erarbeitet und Festsetzungen zur Ausgestaltung der Solarmodule getroffen, um eventuelle Blendstörungen von Segelflugzeugpiloten und von Autofahrern zu vermeiden.

    Das Verfahren begann im April 2010 (Aufstellungsbeschluss der Stadtverordnetenversammlung) und endete im Dezember 2011 (Rechtskraft).


  • Stadt Perleberg


    Stadt Perleberg (Brandenburg)
    Bebauungsplan Nr. 34 „Solaranlage Industriestraße“
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    Auf dem gewerblich-industriell vorgeprägten Bereich des ehemaligen Perleberger Schlachthofes an der Industriestraße haben sich in den vergangenen Jahren unterschiedliche Gewerbebetriebe angesiedelt. Der Vorhabenträger beabsichtigte auf den für die Gewerbenutzung nicht mehr benötigten Freiflächen eine etwa 1,0 ha große Freiflächensolaranlage als Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Stromerzeugung mit einer Nennleistung von 0,4 Megawatt zu errichten. Im Zusammenhang mit dem bundes- und landesseitig verfolgten Ziel einer verstärkten Nutzung regenerativer Energien, hat sich die Stadt Perleberg daher bereit erklärt, an dieser Stelle der Etablierung einer solchen Solaranlage zuzustimmen.

    In der verbindlichen Bauleitplanung wird die Solaranlagenfläche gemäß § 11 BauNVO als sonstiges Sondergebiet „Solar/Photovoltaikanlage“ festgesetzt. In diesem Zusammenhang setzt die Stadt die zwischen Solaranlagengrundstück und dem vorhandenen Siedlungsrand bzw. der Bahnstrecke und dem nördlich angrenzenden Sondergebiet „Pferdehof“ dazwischen liegende Hang- und Randflächen als Grünflächen und nördlich sowie östlich davon als öffentliche Verkehrsflächen fest. Die Erschließung der Solaranlage erfolgt über die Anbindung einer privaten Verkehrsfläche an die Industriestraße im Süden des Plangebietes. Das im Nordosten befindliche Gewerbegebiet wird über die öffentliche Verkehrsfläche der Heinrich-Heine-Straße von Osten her erschlossen.

    Im Rahmen der Aufstellung des B-Plans Perleberg wurde geprüft, in welchem Umfang ökologische Kompensationsmaßnahmen durchzuführen sind. Zudem wurde eine Umweltprüfung durchgeführt, welche in dem Umweltbericht als gesonderter Teil der Begründung dokumentiert ist. Im Bereich der festzusetzenden Grünflächen innerhalb des Plangebietes wurden im Rahmen des B-Planverfahrens grünordnerische Festsetzungen für dort anzupflanzende Gehölze getroffen.

    Der Bebauungsplan der Stadt Perleberg Nr. 33 „Solaranlage Industriestraße“ ist seit dem 07.02.2013 rechtskräftig. Die Solaranlage ist inzwischen vollständig errichtet worden und trägt somit zum landesweiten Ausbau der regenerativen Energien bei.


  • Gemeinde Groß Pankow, Ortsteil Wolfshagen


    Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), Ortsteil Wolfshagen (Brandenburg)
    Bebauungsplan Wolfshagen Nr. 2 „Biogasanlage Wolfshagen“ / 7. FNP-Änderung
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    Zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Biogasanlage wurde im Norden der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), im Ortsteil Wolfshagen, der B-Plan Wolfshagen Nr. 2 „Biogasanlage Wolfshagen“ aufgestellt und im Rahmen dessen der überwiegende Teil des Plangebietes als sonstiges Sondergebiet gemäß § 11 BauNVO mit der Zweckbestimmung „Biogas“ festgesetzt. Im Parallelverfahren wurde gemäß BauGB für diese und angrenzende Flächen die 7. Änderung des Teil-Flächennutzungsplanes der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) durchgeführt. Im Rahmen der B-Planaufstellung soll eine Biogasanlage mit einer elektrischen Leistung bis zu 3,0 MW entstehen.

    Gemäß BauGB wurden bei dieser Planung die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes und der Landschaftspflege berücksichtigt. Von unserem Büro wurde hierfür eine Umweltprüfung durchgeführt, um die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen zu ermitteln. Diese wurden in Form eines Umweltberichtes gemäß BauGB als Teil der Begründung zum B-Plan beschrieben und bewertet. Schall- sowie Geruchsimmisionsprognosen wurden durch externe Fachgutachter erstellt und deren Ergebnisse in den Bebauungsplan eingearbeitet.

    Weiterhin wurden ökologische Ausgleichsmaßnahmen unmittelbar angrenzend an das Plangebiet festgesetzt und verleihen der Biogasanlage so eine mit der umgebenden Landschaft verträgliche Randeingrünung. Externe Ausgleichsmaßnahmen wurden in Form von Umnutzung von Intensivgrasland zu Extensivgrünland sowie durch die Anlage einer Streuobstwiese festgesetzt. Zudem wurden Teilbereiche eines leerstehenden Wohnblocks in Wolfshagen sowie umliegende Erschließungswege entsiegelt. Für eventuell im Plangebiet vorhandene Brutvögel sollen externe sog. „Lerchenfenster“ umgesetzt sowie eine Bauzeitenregelung obligatorisch beachtet werden.

    Gemeinsam mit der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz), dem Investor der Biogasanlage und unserem Planungsbüro wurde mit diesem Bebauungsplan - unter enger Betrachtung von arten- und naturschutzrechtlichen Belangen - Baurecht für eine Biogasanlage geschaffen und somit ein nachhaltiger Beitrag zur gemeindlichen Förderung von regenerativen Energieerzeugungsformen erzielt.

    Der Satzungsbeschluss wurde auf der Gemeindevertretersitzung am 07.03.2013 gefasst. Der B-Plan ist mithin seit dem 21.03.2013 rechtskräftig. Die Biogasanlage befindet sich zum aktuellen Stand (Herbst 2013) in der Realisierungsphase.




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